Ökumene - Wiederaufforstung in Misiones

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Derzeit sind nur noch etwa 8 % seiner ursprünglichen Fläche erhalten, und jedes Jahr gehen rund 2.000 Hektar verloren. Während er in Paraguay und Brasilien nahezu vollständig zerstört wurde, befindet sich der größte Teil der verbleibenden Fläche in Misiones, Argentinien. Die intensive Abholzung in den letzten Jahrzehnten für Landwirtschaft und Viehzucht ist auch eine der Ursachen für neue Herausforderungen in der Region: den Klimawandel und die Zunahme extremer Wetterereignisse. Anhaltende Dürren, Waldbrände, starke Regenfälle, Stürme und Hagel haben erhebliche Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten.

Seit 2019 haben sich diese Ereignisse verschärft, insbesondere durch den Rückgang der Niederschläge, der 2022 seinen Höhepunkt erreichte, als die Wasserversorgung mehrerer Städte beeinträchtigt wurde. Zusätzlich zu den Dürreperioden kam es 2022 und 2023 zu starken Stürmen mit intensiven Regenfällen und Hagel in kurzer Zeit, die Ernten zerstörten. Da die Niederschläge sehr intensiv und in kurzer Zeit auftreten, fließt das Wasser ab und kann den Boden nicht nachhaltig durchfeuchten.

Seit 2020 setzt die diakonische Stiftung der Evangelischen Kirche am La Plata, die Fundación Hora de Obrar, das Wiederaufforstungsprojekt „Crece Selva Misionera“ um. In Zusammenarbeit mit 1.219 landwirtschaftlichen Familien, Bildungseinrichtungen und 16 Mbya-Guaraní-Gemeinden wurden bislang 383.087 einheimische Bäume gepflanzt. Darüber
hinaus wurden Partnerschaften mit Nichtregierungsorganisationen, Naturparks und staatlichen Einrichtungen aufgebaut und rund 884 Hektar in Schlüsselgebieten des Grünen Korridors und in Pufferzonen wiederhergestellt.

Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit dem Nationalen Institut für Yerba Mate (INYM), die die Integration von Bäumen in Yerba-Mate-Anbauflächen fördert, um die Wasserspeicherung im Boden zu verbessern, Erosion zu reduzieren, die Biodiversität wiederherzustellen und den Einsatz von Pestiziden zu verringern. Im Jahr 2023 wurden außerdem Maßnahmen zum Schutz von neun Wasserquellen umgesetzt und 32 Familien in ländlichen Gebieten Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht. Zudem wurde die Arbeit in Wassereinzugsgebieten (San Pedro, Cuñá Pirú und Capioví) gestärkt.

Unsere Partnerkirche am La Plata in Argentinien, Paraguay und Uruguay ist fest von dem Potenzial des Projekts „Wiederaufforstung in Misiones“ überzeugt. Es bietet große Sichtbarkeit und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen und Akteuren aus dem privaten Sektor. Hora de Obrar lädt Unternehmen und Partnerorganisationen ein, sich zu beteiligen – durch Spenden oder auch als Möglichkeit zur CO₂-Kompensation. Jeder Baum bindet etwa 0,4 Tonnen CO₂, was einer geschätzten Gesamtspeicherung von über 153.000 Tonnen CO₂ entspricht.

Auf diese Weise antworten wir auf Gottes Ruf, die Schöpfung als unser gemeinsames Zuhause zu bewahren, und übernehmen Verantwortung für die Gegenwart vieler Menschen, die von der Erde leben, sowie für die Zukunft der kommenden Generationen. Gleichzeitig stärken wir die Resilienz landwirtschaftlicher Systeme gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels.

Unser Ziel ist es, jährlich 100.000 Bäume zu pflanzen. Mit Ihrer Unterstützung können wir dieses Ziel erreichen!


Nachhaltigkeitsziele


Kontaktdaten der Organisation

Evangelische Kirche von Westfalen
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld

Ansprechpartner/in:
Ulrich Köhler

Telefon: 0521594364

Unser Nächster ist jeder Mensch, besonders der, der unsere Hilfe braucht.

Martin Luther