Gemeinsam für Gemeinnützigkeit

Als erstes traf es die globalisierungskritische Organisation Attac: das Ende März vom Bundesfinanzhof gefällte Urteil führt wohl endgültig zur Aberkennung ihrer Gemeinnützigkeit. Kurz davor hatte bereits die CDU per Parteitagsbeschluss die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Deutsche Umwelthilfe DUH gefordert. Nun folgt Campact: Sie haben letzte Woche angekündigt, ab sofort keine Spendenbescheinigungen mehr auszustellen. Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs rechnen auch sie mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit.

Diese Entwicklung zeigt: der Wind für politisch arbeitende Organisationen wird gerade in erschreckendem Tempo kälter. Die Politik hat es bislang versäumt, Rechtssicherheit für die Förderung ihrer am Gemeinwohl orientierten Arbeit zu schaffen.

In dieser Besorgnis erregenden Situation wird auch SÜDWIND

  • -zusammenhalten mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft,
  • -sich nicht einschüchtern lassen und
  • -dafür kämpfen, dass der Bundestag gesetzlich klarstellt: eine lebendige, kritische Zivilgesellschaft, die sich politisch einmischt, nutzt uns allen und ist gemeinnützig.

 

Darum unternehmen wir folgende Schritte:

  1. 1. Heute gehen ähnliche E-Mails wie diese an die UnterstützerInnen ganz verschiedener Organisationen. Wir engagieren uns zu sehr unterschiedlichen Themen wie Grund- und Menschenrechten, soziale Gerechtigkeit, Frieden, Demokratie, Umwelt- und Klimaschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Völkerverständigung. Heute sagen wir gemeinsam: eine sich für diese Ziele einmischende Zivilgesellschaft ist gemeinnützig!

 

  1. 2. Eine lebendige Demokratie braucht starke Nichtregierungsorganisationen und Initiativen. Die Rechnung „Unsichere Rechtslage = weniger Spenden = zahme Zivilgesellschaft“ darf nicht aufgehen. Die Entwicklungen zeigen, wie wichtig es dafür ist, unsere finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. Deshalb bitten wir Sie heute: Unterstützen Sie jetzt eine Organisation der Zivilgesellschaft mit einer Spende. Wir freuen uns, wenn Sie sich für SÜDWIND entscheiden. Schon 20 Euro helfen.

 

  1. 3. Wir haben uns mit über 80 Organisationen in der Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die Politik das Gemeinnützigkeitsrecht so anpasst, dass selbstlose politische Arbeit weiter gemeinnützig bleibt. Die Allianz hilft, unsere Arbeit zu dem Thema zu koordinieren, mit starker Stimme in Politik und Medien präsent zu sein und bündelt juristische Ratschläge und Einschätzungen für uns.

 

Ein Viertel der Spenden, die wir aufgrund dieses Aufrufs erhalten, werden wir der Allianz für ihre enorm wichtige Arbeit zur Verfügung stellen. Noch ein gewichtiger Grund, jetzt zu spenden. Bitte helfen Sie, dass streitbare Organisationen gemeinnützig bleiben.

 

Es ist Zeit, zusammenzuhalten. Seien Sie dabei! Stellen Sie sich mit Ihrer Spende an die Seite einer kritischen, sich einmischenden, vielfältigen Zivilgesellschaft. Wir brauchen Sie!

 

Dies ist ein gemeinsamer Aufruf, der in ähnlicher Form zeitgleich an UnterstützerInnen folgender Organistationen ging:

• Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt
• Komitee für Grundrechte und Demokratie
• Konzeptwerk Neue Ökonomie
• LobbyControl
• Mehr Demokratie
• Robin Wood
• Urgewald

 

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  • Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf, machen sie öffentlich und bieten Handlungsalternativen. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. Durch Gespräche mit Verantwortlichen aus Politik und Unternehmen oder die Beratung von EntscheidungsträgerInnen in der Gesellschaft tragen wir so zu Veränderungen bei.

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  • Erinnern Sie sich? Ende 2018 hat SÜDWIND die Videoreihe „Migration und Flucht verstehen“ veröffentlicht. Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten. Aber, vor allem über soziale Netzwerke, auch menschenverachtende Kommentare bis hin zu Drohungen. Diese Kommentare sowie das fortwährende Echo rechtspopulistischer Stimmen hier und in ganz Europa erschrecken uns bei SÜDWIND.

     

    Wir haben daher beschlossen, dass wir der populistisch geführten Debatte weiterhin mit Aufklärung und Fakten entgegentreten möchten. Mehr denn je müssen wir für eine offene, tolerante und verantwortungsvolle Gesellschaft einstehen. Die Klickzahlen unserer Videos geben uns damit recht.

     

    Ein Problem der Debatten um Migration ist die Verallgemeinerung. Migration ist so vielschichtig, wie die Summe der MigrantInnen selbst. Und so divers sind auch die Qualifikationen der Menschen, die nach Deutschland kommen. Eine oft vergessene Gruppe in der Debatte um Integration in den Arbeitsmarkt stellen dabei Migrantinnen dar: Sie werden zumeist nicht als potenzielle Fachkräfte wahrgenommen. Besonders gilt dieses Vorurteil für Frauen aus nicht EU-Ländern.

     

    „Brain Waste“, die Vergeudung von Qualifikationen und Talenten, betrifft einen erheblichen Teil der Migrantinnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Darin sehen wir einen Verlust für unsere Gesellschaft und vor allem für die betroffenen Frauen selbst.

    In der zweiten Jahreshälfte möchte ich deshalb für SÜDWIND recherchieren, in welchem Umfang Talente und Qualifikationen vergeudet werden und wo ein Hebel ist, dies zu ändern – um dann mit allen beteiligten AkteurInnen an Lösungen zu arbeiten.

    Damit wir möglichst viele Menschen mit diesem Thema erreichen, wollen wir erneut kurze Videos produzieren. Wir bei SÜDWIND lassen uns von der digitalen, rechten Hetze nicht einschüchtern.

     

    Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, Toleranz und Diversität in die Debatten um Migration zu bringen. Mit ihrer Spende können wir Drehtage finanzieren. Außerdem möchte ich Treffen mit Betroffenen realisieren. Denn nur, wenn wir diese mit einbeziehen, kann es ein Weiterkommen geben.

    P.S.: Mit zehn Spenden zu je 90 Euro kann SÜDWIND einen Drehtag Finanzieren. Durchschnittlich 25 Euro kostet eine Fahrkarte für ein Treffen mit Betroffen im Raum Nordrhein-Westfalen.

     

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  • Am 10. September ist die Initiative Lieferkettengesetz gestartet. Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen und Gewerkschaften, das die gemeinsame Foderung nach einem Lieferkettengesetz vorantreiben möchte. Unter dem Slogan „Keine Gewinne ohne Gewissen“ möchte die Initiative noch in dieser Legislaturperiode die Umsetzung eines solchen Gesetzes erwirken, das nachhaltig Menschenrechte und Umweltschutz entlang globaler Lieferketten durchsetzt.

    Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es vieler Offentlichkeits- und Überzeugungsarbeit. Eva-Maria Reinwald, SÜDWIND Promotorin für globale Wirtschaft und Menschenrechte, vertritt uns im Steuerungskreis der Initiative und wird ab jetz ständig unterwegs sein, um sich für ein Gesetz einzusetzen.

    Unterstützen Sie unsere Arbeit für ein Lieferkettengesetz mit Ihrer Spende!

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