Was das Europäische Parlament mit den Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau zu tun hat

Wir alle werden am 26. Mai 2019 unsere Stimme abgeben und unsere Vertreterinnen und Vertreter in der EU mit einem demokratischen Mandat ausstatten.

Wir bei SÜDWIND verstehen diese Wahl als richtungsweisend für zahlreiche Politikfelder, die unsere Arbeit direkt betreffen.

Die EU hat es bisher versäumt, sich für verbindliche Regeln zum Schutz der Menschenrechte im weltweiten Wirtschaften einzusetzen. Die Auswirkungen dieser Politik lassen sich an den zahlreichen Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen entlang der Lieferketten verschiedenster Konsumgüter erkennen. Dafür steht beispielhaft der Anbau von Kakao.

SÜDWIND engagiert sich seit mittlerweile zehn Jahren für bessere Arbeitsbedingungen beim Kakaoanbau. Doch müssen wir feststellen, dass sich die Situation der Bäuerinnen und Bauern in dieser Zeit kaum verändert hat.

Was also tun?

SÜDWIND fordert im Kakaosektor wie auch in anderen Bereichen, dass der Gesetzgeber die Einhaltung von Menschenrechten für die gesamte Wertschöpfungskette vorschreiben muss. Nur so kann garantiert werden, dass Menschenrechte zum zentralen Leitmotiv für Unternehmen werden.

Der Kakaosektor könnte als Vorbild für andere Bereiche dienen. Um die Situation in den Kakaoanbaugebieten nachhaltig zu verbessern, müsste massiv investiert werden. Unternehmen müssten ihren Kakao direkt von den Bäuerinnen und Bauern beziehen und durch langfristige Partnerschaften und angemessene Preise die Existenz dieser Familien sichern. Diese Investitionen werden viele Unternehmen jedoch erst dann vornehmen, wenn sie wissen, dass die Wettbewerber es auch tun.

Eine ganze Reihe von Unternehmen hat mittlerweile eingeräumt, dass eine Gesetzgebung auf EU-Ebene notwendig ist, um endlich voran zu kommen.

SÜDWIND hat sich dafür im letzten Jahr an mehreren Stellen engagiert. Wir waen wiederholt in Brüssel, wo wir an Sitzungen einer Arbeitsgruppe des EU-Parlamentes teilgenommen haben, die eine europäische Gesetzgebung vorantreiben möchte. In enger Zusammenarbeit mit anderen Nichtregierungsorganisationen arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass ein solches Gesetz endlich verabschiedet wird.

Auch hat SÜDWIND mit VertreterInnen der Schokoladenindustrie verhandelt. Dabei konnten wir bereits einige Unternehmen davon überzeugen, dass eine Regulierung des Kakaosektors auf EU-Ebene der richtige Ansatz ist, um Menschenrechte zu schützen.

Wenn nun im Mai die EU-Kommission neu besetzt wird, möchte SÜDWIND an das anknüpfen können, was im letzten Jahr aufgebaut wurde. Dafür müssen wir in Brüssel präsent bleiben. Es sind Gespräche mit Abgeordneten aus dem EU-Parlament und  VertreterInnen von Gremien der EU geplant. Dies wollen wir erneut im Verbund mit anderen Nichtregierungsorganisationen tun. Unsere Lobbyarbeit wird Kosten verursachen: Arbeitstage und Reisekosten. Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung.

 

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe SpenderInnen,

wir haben das Projekt erfolgreich abschließen können. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

  • Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf, machen sie öffentlich und bieten Handlungsalternativen. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. Durch Gespräche mit Verantwortlichen aus Politik und Unternehmen oder die Beratung von EntscheidungsträgerInnen in der Gesellschaft tragen wir so zu Veränderungen bei.

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  • Erinnern Sie sich? Ende 2018 hat SÜDWIND die Videoreihe „Migration und Flucht verstehen“ veröffentlicht. Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten. Aber, vor allem über soziale Netzwerke, auch menschenverachtende Kommentare bis hin zu Drohungen. Diese Kommentare sowie das fortwährende Echo rechtspopulistischer Stimmen hier und in ganz Europa erschrecken uns bei SÜDWIND.

     

    Wir haben daher beschlossen, dass wir der populistisch geführten Debatte weiterhin mit Aufklärung und Fakten entgegentreten möchten. Mehr denn je müssen wir für eine offene, tolerante und verantwortungsvolle Gesellschaft einstehen. Die Klickzahlen unserer Videos geben uns damit recht.

     

    Ein Problem der Debatten um Migration ist die Verallgemeinerung. Migration ist so vielschichtig, wie die Summe der MigrantInnen selbst. Und so divers sind auch die Qualifikationen der Menschen, die nach Deutschland kommen. Eine oft vergessene Gruppe in der Debatte um Integration in den Arbeitsmarkt stellen dabei Migrantinnen dar: Sie werden zumeist nicht als potenzielle Fachkräfte wahrgenommen. Besonders gilt dieses Vorurteil für Frauen aus nicht EU-Ländern.

     

    „Brain Waste“, die Vergeudung von Qualifikationen und Talenten, betrifft einen erheblichen Teil der Migrantinnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Darin sehen wir einen Verlust für unsere Gesellschaft und vor allem für die betroffenen Frauen selbst.

    In der zweiten Jahreshälfte möchte ich deshalb für SÜDWIND recherchieren, in welchem Umfang Talente und Qualifikationen vergeudet werden und wo ein Hebel ist, dies zu ändern – um dann mit allen beteiligten AkteurInnen an Lösungen zu arbeiten.

    Damit wir möglichst viele Menschen mit diesem Thema erreichen, wollen wir erneut kurze Videos produzieren. Wir bei SÜDWIND lassen uns von der digitalen, rechten Hetze nicht einschüchtern.

     

    Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, Toleranz und Diversität in die Debatten um Migration zu bringen. Mit ihrer Spende können wir Drehtage finanzieren. Außerdem möchte ich Treffen mit Betroffenen realisieren. Denn nur, wenn wir diese mit einbeziehen, kann es ein Weiterkommen geben.

    P.S.: Mit zehn Spenden zu je 90 Euro kann SÜDWIND einen Drehtag Finanzieren. Durchschnittlich 25 Euro kostet eine Fahrkarte für ein Treffen mit Betroffen im Raum Nordrhein-Westfalen.

     

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  • Am 10. September ist die Initiative Lieferkettengesetz gestartet. Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen und Gewerkschaften, das die gemeinsame Foderung nach einem Lieferkettengesetz vorantreiben möchte. Unter dem Slogan „Keine Gewinne ohne Gewissen“ möchte die Initiative noch in dieser Legislaturperiode die Umsetzung eines solchen Gesetzes erwirken, das nachhaltig Menschenrechte und Umweltschutz entlang globaler Lieferketten durchsetzt.

    Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es vieler Offentlichkeits- und Überzeugungsarbeit. Eva-Maria Reinwald, SÜDWIND Promotorin für globale Wirtschaft und Menschenrechte, vertritt uns im Steuerungskreis der Initiative und wird ab jetz ständig unterwegs sein, um sich für ein Gesetz einzusetzen.

    Unterstützen Sie unsere Arbeit für ein Lieferkettengesetz mit Ihrer Spende!

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