Migration und Flucht verstehen - ein Videoprojekt

Wir alle erleben es tagtäglich, dass der Umgang mit Migration und Flucht unsere Gesellschaft polarisiert wie kaum ein anderes Thema. Wir sehen uns regelmäßig mit neuen Ansichten, Meinungen und Stimmungen konfrontiert. Fremdenfeindlichkeit, der Wunsch nach Abschottung und Gleichgültigkeit gegenüber den Entwicklungen in vielen Regionen der Welt werden mittlerweile offen geäußert. Die wachsende öffentliche Wahrnehmung ist mit einer zunehmenden Verzerrung von Daten und Fakten zu Migration und Flucht verbunden. Der tatsächliche Zusammenhang zur Weltwirtschaftspolitik bleibt dabei oft unbeleuchtet. Stattdessen ist eine Instrumentalisierung des Themas für populistische Stimmungen zu beobachten. Gegen die wachsenden Vorurteile und Einseitigkeiten ist es wichtig, immer und immer wieder Hintergründe und Zusammenhänge zu erläutern, und das am besten leicht verständlich.

 

SÜDWIND hat deshalb die Videoserie „Migration und Flucht verstehen!“ produziert – die Videos wurden im Dezember 2018 ausgestrahlt. In der 10-teiligen Videoserie erläutern wir, wie sich Migration und Flucht global, aber auch nach Europa und Deutschland entwickelt haben. Wir erläutern, wie die weltweite Ungleichheit und die globale Wirtschaft nicht nur mit freiwilliger, sondern auch mit erzwungener Migration zusammenhängen. Wir gehen auf die Ursachen und den Umfang der Migration von Frauen und auf Klimawandel und Kriege als Auslöser für erzwungene Migration ein. Wir stellen am Beispiel der Heimatüberweisungen dar, was Migration für die Herkunftsländer bedeuten kann. Und schließlich werfen wir einen Blick die neue deutsche Grenzpolitik und die aktuellen Ansätze einer globalen Migrationspolitik.

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  • Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf, machen sie öffentlich und bieten Handlungsalternativen. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. Durch Gespräche mit Verantwortlichen aus Politik und Unternehmen oder die Beratung von EntscheidungsträgerInnen in der Gesellschaft tragen wir so zu Veränderungen bei.

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  • In der globalen Schuh- und Lederproduktion gibt es in großem Umfang Verstöße gegen grundlegende Arbeits- und Menschenrechte. Besonders problematisch sind die Einschränkung der Gewerkschaftsfreiheit und die noch immer verbreitete Kinder- und Zwangsarbeit. International geltende Umwelt- und Sicherheitsstandards werden missachtet. Eines der größten Probleme in den schuhproduzierenden Ländern in Asien sind jedoch die niedrigen Löhne. Selbst wenn ArbeiterInnen den gesetzlichen Mindestlohn bezahlt bekommen, reicht dieser häufig nicht zum Leben.

    Im Rahmen eines neuen Projekts wird SÜDWIND konkrete Fakten zu Missständen in indischen Fabriken, bei der Heimarbeit und in den Gerbereien aufdecken. Wir wollen auch eine solide Informationsgrundlage über bestehende Gütezeichen und bereits bestehende Initiativen der Schuh- und Lederbranche für Verbesserungen schaffen. Anhand dieser Strategie wird SÜDWIND versuchen, AkteurInnen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für die Beteiligung an dieser Partnerschaft zu gewinnen. Sie sollen sich dazu verpflichten, sich für bessere soziale und ökologische Standards der Schuh- und Lederproduktion einzusetzen.

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  • Bananen sind nicht nur das beliebteste, sondern auch das bei weitem günstigste Obst und stehen das ganze Jahr über zur Verfügung. Aktuelle Preiskämpfe verschiedener Discounter und Supermärkte in Deutschland verfolgen derzeit das Ziel, die tropische Frucht sogar noch billiger und damit noch attraktiver für uns zu machen. Als Reaktion darauf haben kürzlich BananenproduzentInnen und PlantagenarbeiterInnen aus Kolumbien, Ecuador und Costa Rica einen öffentlichen Brief an Aldi Süd, eines der wichtigsten deutschen Einzelhandelsunternehmen, verfasst. Darin beklagen sie, dass eine weitere Reduzierung der Marktpreise für Bananen zahlreiche Arbeitsplätze zerstört. Zusätzlich wird es unmöglich, soziale und ökologische Standards einzuhalten.

     

    Sie beklagen das zurecht! Denn die ArbeiterInnen in der Bananenproduktion erhalten von den ohnehin schon günstigen Preisen nur einen verschwindend geringen Teil. Dabei müssten die Menschen im Globalen Süden vom Bananenanbau und -export eigentlich leben können. Hier spielt Deutschland als eines der größten Abnehmerländer eine bedeutende Rolle. 75 % der in Deutschland verkauften Bananen werden zumeist aus drei Ländern importiert: Kolumbien, Ecuador und Costa Rica. In diesen Ländern gelten zwar regionale Mindestlöhne, diese reichen aber bei weitem nicht aus für ein menschenwürdiges Leben.

     

    SÜDWIND beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Thema der existenzsichernden Löhne. Unsere Forderung ist unter anderem eine menschenwürdige Bezahlung der Menschen im Bananenanbau. Es darf nicht sein, dass sie von gesetzlichen Mindestlöhnen nur dann leben können, wenn sie zahlreiche Überstunden oder unwürdige Arbeitsbedingungen in Kauf nehmen. Ein existenzsichernder Lohn sollte ausreichen, um folgende Dinge zu finanzieren: angemessene Ernährung, sauberes Wasser, Unterkunft, Ausbildung, Gesundheitsdienstleistungen, Transport, Bekleidung und andere Notwendigkeiten einschließlich der Möglichkeit, für unerwartete Ausgaben sparen zu können.

     

    Um der Forderung nach einer Zahlung existenzsichernder Löhne im Bananenanbau Nachdruck zu verleihen, ist SÜDWIND dem Aktionsbündnis Nachhaltige Bananen beigetreten. Darin sind wir mit Unternehmen und der Politik in den Dialog getreten, um die sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen in der Bananenproduktion zu verbessern. Wir bei SÜDWIND setzen uns auch in den kommenden Jahren weiter für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Dazu gehört, dass eine existenzsichernde Bezahlung eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Diejenigen, die diese Tatsache ignorieren, begehen einen Bruch fundamentaler Menschenrechte. Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz mit Ihrer Spende.

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  • Wir alle werden am 26. Mai 2019 unsere Stimme abgeben und unsere Vertreterinnen und Vertreter in der EU mit einem demokratischen Mandat ausstatten.

    Wir bei SÜDWIND verstehen diese Wahl als richtungsweisend für zahlreiche Politikfelder, die unsere Arbeit direkt betreffen.

    Die EU hat es bisher versäumt, sich für verbindliche Regeln zum Schutz der Menschenrechte im weltweiten Wirtschaften einzusetzen. Die Auswirkungen dieser Politik lassen sich an den zahlreichen Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen entlang der Lieferketten verschiedenster Konsumgüter erkennen. Dafür steht beispielhaft der Anbau von Kakao.

    SÜDWIND engagiert sich seit mittlerweile zehn Jahren für bessere Arbeitsbedingungen beim Kakaoanbau. Doch müssen wir feststellen, dass sich die Situation der Bäuerinnen und Bauern in dieser Zeit kaum verändert hat.

    Was also tun?

    SÜDWIND fordert im Kakaosektor wie auch in anderen Bereichen, dass der Gesetzgeber die Einhaltung von Menschenrechten für die gesamte Wertschöpfungskette vorschreiben muss. Nur so kann garantiert werden, dass Menschenrechte zum zentralen Leitmotiv für Unternehmen werden.

    Der Kakaosektor könnte als Vorbild für andere Bereiche dienen. Um die Situation in den Kakaoanbaugebieten nachhaltig zu verbessern, müsste massiv investiert werden. Unternehmen müssten ihren Kakao direkt von den Bäuerinnen und Bauern beziehen und durch langfristige Partnerschaften und angemessene Preise die Existenz dieser Familien sichern. Diese Investitionen werden viele Unternehmen jedoch erst dann vornehmen, wenn sie wissen, dass die Wettbewerber es auch tun.

    Eine ganze Reihe von Unternehmen hat mittlerweile eingeräumt, dass eine Gesetzgebung auf EU-Ebene notwendig ist, um endlich voran zu kommen.

    SÜDWIND hat sich dafür im letzten Jahr an mehreren Stellen engagiert. Wir waen wiederholt in Brüssel, wo wir an Sitzungen einer Arbeitsgruppe des EU-Parlamentes teilgenommen haben, die eine europäische Gesetzgebung vorantreiben möchte. In enger Zusammenarbeit mit anderen Nichtregierungsorganisationen arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass ein solches Gesetz endlich verabschiedet wird.

    Auch hat SÜDWIND mit VertreterInnen der Schokoladenindustrie verhandelt. Dabei konnten wir bereits einige Unternehmen davon überzeugen, dass eine Regulierung des Kakaosektors auf EU-Ebene der richtige Ansatz ist, um Menschenrechte zu schützen.

    Wenn nun im Mai die EU-Kommission neu besetzt wird, möchte SÜDWIND an das anknüpfen können, was im letzten Jahr aufgebaut wurde. Dafür müssen wir in Brüssel präsent bleiben. Es sind Gespräche mit Abgeordneten aus dem EU-Parlament und  VertreterInnen von Gremien der EU geplant. Dies wollen wir erneut im Verbund mit anderen Nichtregierungsorganisationen tun. Unsere Lobbyarbeit wird Kosten verursachen: Arbeitstage und Reisekosten. Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung.

     

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    Das Projektziel wurde bereits erreicht, vielen Dank für Ihr Engagement. Sie können für dieses Projekt leider keine Spenden mehr durchführen.

  • Als erstes traf es die globalisierungskritische Organisation Attac: das Ende März vom Bundesfinanzhof gefällte Urteil führt wohl endgültig zur Aberkennung ihrer Gemeinnützigkeit. Kurz davor hatte bereits die CDU per Parteitagsbeschluss die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Deutsche Umwelthilfe DUH gefordert. Nun folgt Campact: Sie haben letzte Woche angekündigt, ab sofort keine Spendenbescheinigungen mehr auszustellen. Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs rechnen auch sie mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit.

    Diese Entwicklung zeigt: der Wind für politisch arbeitende Organisationen wird gerade in erschreckendem Tempo kälter. Die Politik hat es bislang versäumt, Rechtssicherheit für die Förderung ihrer am Gemeinwohl orientierten Arbeit zu schaffen.

    In dieser Besorgnis erregenden Situation wird auch SÜDWIND

    • -zusammenhalten mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft,
    • -sich nicht einschüchtern lassen und
    • -dafür kämpfen, dass der Bundestag gesetzlich klarstellt: eine lebendige, kritische Zivilgesellschaft, die sich politisch einmischt, nutzt uns allen und ist gemeinnützig.

     

    Darum unternehmen wir folgende Schritte:

    1. 1. Heute gehen ähnliche E-Mails wie diese an die UnterstützerInnen ganz verschiedener Organisationen. Wir engagieren uns zu sehr unterschiedlichen Themen wie Grund- und Menschenrechten, soziale Gerechtigkeit, Frieden, Demokratie, Umwelt- und Klimaschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Völkerverständigung. Heute sagen wir gemeinsam: eine sich für diese Ziele einmischende Zivilgesellschaft ist gemeinnützig!

     

    1. 2. Eine lebendige Demokratie braucht starke Nichtregierungsorganisationen und Initiativen. Die Rechnung „Unsichere Rechtslage = weniger Spenden = zahme Zivilgesellschaft“ darf nicht aufgehen. Die Entwicklungen zeigen, wie wichtig es dafür ist, unsere finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. Deshalb bitten wir Sie heute: Unterstützen Sie jetzt eine Organisation der Zivilgesellschaft mit einer Spende. Wir freuen uns, wenn Sie sich für SÜDWIND entscheiden. Schon 20 Euro helfen.

     

    1. 3. Wir haben uns mit über 80 Organisationen in der Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“ zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die Politik das Gemeinnützigkeitsrecht so anpasst, dass selbstlose politische Arbeit weiter gemeinnützig bleibt. Die Allianz hilft, unsere Arbeit zu dem Thema zu koordinieren, mit starker Stimme in Politik und Medien präsent zu sein und bündelt juristische Ratschläge und Einschätzungen für uns.

     

    Ein Viertel der Spenden, die wir aufgrund dieses Aufrufs erhalten, werden wir der Allianz für ihre enorm wichtige Arbeit zur Verfügung stellen. Noch ein gewichtiger Grund, jetzt zu spenden. Bitte helfen Sie, dass streitbare Organisationen gemeinnützig bleiben.

     

    Es ist Zeit, zusammenzuhalten. Seien Sie dabei! Stellen Sie sich mit Ihrer Spende an die Seite einer kritischen, sich einmischenden, vielfältigen Zivilgesellschaft. Wir brauchen Sie!

     

    Dies ist ein gemeinsamer Aufruf, der in ähnlicher Form zeitgleich an UnterstützerInnen folgender Organistationen ging:

    • Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt
    • Komitee für Grundrechte und Demokratie
    • Konzeptwerk Neue Ökonomie
    • LobbyControl
    • Mehr Demokratie
    • Robin Wood
    • Urgewald

     

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