Kollekte im Rahmen der Tagung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg 12. Juni 2021

Die Zahlen der infizierten Menschen durch Covid-19 explodieren. Mehr als 400.000 Corona-Fälle hat Indien bereits innerhalb eines Tages gemeldet - ein weltweiter Höchstwert. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich darüber liegen. Das Virus und seine Mutationen verbreiten sich zu schnell im Land. Pures Chaos und Panik herrschen in unserem Partnerland Indien, denn die Situation und Versorgung dort ist dramatisch: Viel weniger Krankenhausbetten pro Einwohner als in anderen Ländern sorgen für eine Überlastung im Gesundheitssystem. Medizinische Ausstattung fehlt ebenso wie genügend Impfstoffe für die Bevölkerung. Die Menschen können sich nur sehr schlecht schützen und zurückziehen.

Die Kommunikationskoordinatorin der Kindernothilfe in Indien, Mayuri Datta, schildert dramatische Szenen: Die Sauerstoffverteilung an erkrankte Menschen wird immer knapper. Menschen sterben reihenweise – sehr häufig vor Krankenhäusern ohne jemals medizinisch versorgt worden zu sein. Auch Krematorien sind überlastet. „Derzeit versuchen sich die Menschen gegenseitig über Social-Media-Plattformen oder das Radio mit Kontakten und Informationen über verfügbare Betten in Krankenhäusern, Sauerstoffflaschen oder auch Beatmungsgeräten zu helfen“, so Mayuri Datta.

Die Folgen dieser Katastrophe werden sich in der nächsten Katastrophe, die unmittelbar darauffolgt, zeigen: Unzählige Familien, Mädchen und Jungen sind durch die Folgen der Pandemie in Armut geraten. Kinder müssen hart arbeiten gehen, um ihre Familien finanziell zu unterstützen und Lebensmittel kaufen zu können. Zudem sind Schulen geschlossen, so dass Mädchen und Jungen keine Bildungschancen mehr haben. Die Partner der Kindernothilfe wollen Mädchen, Jungen und ihren Familien schnellstmöglich und langfristig helfen, damit sie die Zeit nach der aktuellen Katastrophe überstehen: Ernährungssicherung, Bildungschancen sowie physische und psychische Unterstützung sollen Kindern und ihren Familien dabei besonders helfen.

 
 
Foto: © Kindernothilfe
 
 
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