Trägerverein Jugendhaus "Wartburg" e.V.

Das Jugendhaus Wartburg in Görlitz ist seit 1992 ein Ort lebendiger christlicher Jugend- und Familienarbeit. Der „Trägerverein Jugendhaus Wartburg“ stellt ein Netzwerk dar, zu dem neben Einzelpersonen auch korporative Mitglieder gehören (CVJM-Landesverband, Ev. Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz, Evangelische Stadtjugendarbeit Görlitz – esta e.V., CVJM Görlitz e.V.). In der Satzung wird der Zweck des Trägervereins wie folgt beschrieben: Der Verein will das Jugendhaus „Wartburg“ als einen Ort für vielfältige christliche Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Sinne der „Pariser Basis“ des CVJM betreiben. Dies geschieht vor allem durch folgende Tätigkeiten: - die Durchführung von Jugendbildungs- und Jugendkultur-Veranstaltungen - die Gewinnung und Anleitung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden und jungen Freiwilligen - durch die Einbeziehung älterer Personen in die Förderung der Jugendhilfe - die Vernetzung mit andren Trägern ähnlich gelagerter Jugendarbeit Im Jugendhaus befinden sich derzeit eine Kindertagesstätte der Evangelischen Innenstadtgemeinde mit dazugehörigem Spielplatz, 4 Veranstaltungsräume (Säle), die Geschäftsstellen des CVJM-Landesverbandes und des Ev. Stadtjugendarbeit Görlitz – esta e.V., Gruppenräume für die Kinder- und Jugendarbeit, ein Kleinfeld-Sportplatz, ein Club als OT-Angebot für Kinder- und Jugendliche, Übernachtungsmöglichkeiten in einer Pension so wie eine Wohngemeinschaft für Freiwillige. Es finden regelmäßig eine Vielzahl an Gruppen, Arbeitsgemeinschaften, Projekten (z.B. Jungschar und Teeniekreis, Arbeitsgemeinschaft Modellbahn und Mehrgenerationenkreis), zum Teil in Trägerschaft der im Haus ansässigen Vereine, statt. Die Säle werden wöchentlich mehrmals für Messen, Foren, Feiern, Indoor-Spielveranstaltungen, Gottesdienste und Tagungen genutzt.

  • Ein „Samenkorn“ wächst – Kita-Umbau im Jugendhaus

    Kaum zu glauben, aber das Jugendhaus „Wartburg“ bietet etwa 2000 m² genutzte Fläche und beherbergt neben den Veranstaltungsräumen und Büros das offene Jugendcafe Wb 21 und die Kellerkirche für alle Kinder und jungen Leute. Dazu können sie den Kleinfeldsportplatz, das Baumhaus und die Spielfläche im Freien nutzen.  

    Ein wichtiges Puzzle in diesem Mehrgenerationenkonzept stellt die Kindertagesstätte „Samenkorn“ der Ev. Innenstadtgemeinde dar, durch die viele Familien ein- und ausgehen. Gerade dieser Teil ist gefährdet, weil die Räumlichkeiten nicht mehr den erwarteten Standard aufweisen. Seit 1946 blieben sie – abgesehen von Renovierungen – unverändert, die Gruppenzimmer sind Durchgangsräume und entsprechen nicht mehr den aktuellen Bestimmungen. Nach einer Begehung der Kindertagesstätte „Samenkorn“ durch das Landesjugendamt im Jahr 2014 wurde eine Mängelliste erstellt, die der Vermieter, der Trägerverein Jugendhaus „Wartburg“ e.V. zur Kenntnis bekam.

    Eine erste Prüfung durch das beauftragte Ingenieurbüro ergab, dass die notwendigen Veränderungen im bestehenden Gebäude nur durch einen großen Umbau zu erreichen sind. Dabei soll ein Teil der hinteren Fassade abgebrochen und nach außen versetzt werden, um eine größere Raumtiefe zu erreichen. Die Kindertagesstätte soll sich über zwei Etagen erstrecken und ein internes Treppenhaus erhalten. Damit können die Bedingungen des Landesjugendamtes erfüllt werden: Abgeschlossenheit der Kita, keine Durchgangszimmer und sog. „gefangene“ Bereiche, Personalraum und –toilette, ausreichende Garderoben, Mehrzweckraum, eigener Krippenbereich, eigene Küche, Lager- und Nebenräume.

    Außerdem werden die Forderungen des Brandschutzes (Alarmanlage, Brandschutzwände) umgesetzt. Die Kindertagesstätte wird durch diesen Umbau zukunftsfähig und kann auf lange Sicht dem Bedarf gerecht werden. Mit der Vergrößerung der Fläche von bisher knapp 300 auf 530 m² kann sich die Platzzahl von derzeit 42 Kindergartenkindern auf 60 erhöhen, die Zahl der Krippenkinder ab 1 Jahr von derzeit 3 auf 12. 

    Der ehrenamtliche Vorstand des Trägervereins hat sich nach gründlicher Überlegung entschlossen, diesen Umbau zu planen. Die Gesamtkosten der Maßnahme wurden vom Planungsbüro auf rund 2,3 Mio. € geschätzt. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Außenanlagen, die auf Grund der höheren Zahl von Kindern ebenfalls umgebaut werden müssen, und für die Ausstattung.

    Da bei Schacht- und Erdarbeiten Eigenleistungen möglich sind, sollen diese von den beiden Mitarbeitern des Jugendhauses und im ehrenamtlichen Einsatz geleistet werden.

    Bei der Planung wurden und werden auch in Zukunft die Mitarbeitenden und Eltern der Kita intensiv einbezogen, die Erfahrungen und Wünsche entsprechend berücksichtigt.

    Es ist vorgesehen, die Arbeiten überwiegend durch regionale Firmen ausführen zu lassen.

    Kernstück der Finanzierung ist die öffentliche Regelförderung aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln im Rahmen des Programms Kita-Invest. Dazu wurden mit allen Beteiligten die Vorgespräche geführt. Darüber hinaus benötigen wir Darlehen, Zuwendungen von Stiftungen und jede Menge Spenden. Für die notwendige Auslagerung der Kita während der Bauzeit planen wir, die Säle und Sanitärräume im Obergeschoss herzurichten und zu nutzen.

    Allein diese Aufzählung zeigt, vor welchen großen Herausforderungen wir stehen. Wir denken aber, dass sie sich lohnen, um das Haus auch in Zukunft für Jung und Alt offen halten zu können und Begegnungen mit Jesus zu ermöglichen.

    Wer uns unterstützen will, kann dies auch bei den Arbeitseinsätzen tun. Wir sammeln Spenden und sind dankbar für zinslose Darlehen über 25 Jahre, die wir von der Fertigstellung an in jährlichen Raten zurückzahlen. Ganz besonders freuen wir uns über Menschen, die mit uns dafür beten, dass Gott die richtigen Wege zeigt und die nötigen Türen öffnet, wie wir das seit dem Beschluss des Vorstands schon reichlich erlebt haben.

    Bezahlen Sie bequem online:
    • Bezahlvariante SEPA Lastschrift mit Mandat